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Ist leider immer noch wichtig: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen

  • Brigitta Wortmann
  • 30.11.2022
  • Frauen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Der 25. November gilt als Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen. Die Stadt Bassum hat gemeinsam mit dem Mütter-Kinder-Zentrum am Rathaus eine Fahne mit dem Motto: „Wir sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ aufgezogen. Viele überrascht es, aber in Deutschland ist jede dritte Frau von sexueller und oder körperlicher Gewalt betroffen.

Weit oben stehen Gewalttaten im häuslichen Umfeld. 143.604 Straftaten partnerschaftlicher Gewalt hat das Bundeskriminalamt in 2021 erfasst. Und das beinhaltet nur die gemeldeten Fälle. Fachleute gehen davon aus, dass das Dunkelfeld bedeutet größer ist.

Dabei sind Frauen mit 80 Prozent der Fälle deutlich mehr als Opfer betroffen als Männer. Es kann jede:n betreffen, unabhängig vom Aussehen, vom Alter oder vom Bildungsstand, Gewalttaten zeihen sich durch alle Schichten. Katarina Wetzel, Leitung im Mütter-Kinder-Zentrum, möchte Frauen ermutigen, das Schweigen zu brechen: „Egal, in welcher Situation, bleibt nicht irgendwo im Verborgenen und leidet, sondern traut euch, Hilfe anzunehmen“.

Gewalt gegen Frauen bleibt viel zu oft ungesehen oder wird vertuscht. Tatsächlich nutzen laut Bericht des bundesweiten Hilfetelefons gegen Gewalt nur 20 Prozent der Betroffenen die Beratungseinrichtungen, aus verschiedenen Gründen. Umso wichtiger ist, dass auch Freunde, Nachbarn und Bekannte informiert sind und unterstützen. Bürgermeister Christian Porsch, der die Aktion seit Jahren unterstützt, bittet alle, „Augen und Ohren offen zu halten, sich zu informieren, wie man helfen kann und lieber einmal mehr die Hilfsangebote zu nutzen, um vielleicht schlimme Folgen zu verhindern.“

Gewalt in Paarbeziehungen äußert sich in vielen Formen. Neben körperlicher Gewalt, wie z.B. Schlägen und Misshandlungen gehören auch Beleidigungen, Kontrolle, Nötigungen, Drohungen und weitere psychische Formen dazu.

Mehr Informationen - auch zu Hilfsmöglichkeiten vor Ort – finden sich hier.

Darüber reden hilft. Gerne weitersagen.

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